Referententreffen bei ars medendi

Am 15.06. trafen sich 14 Referenten unserer Weiterbildungsabende und Seminare. In einer herzlichen und achtsamen Atmosphäre hielten wir gemeinsam Rückblick über das erste Halbjahr 2010.

beim Treffen in gemütlicher Runde

beim Treffen in gemütlicher Runde

Wir beschlossen auch im kommenden Jahr die Veranstaltungsserie in gewohnter Weise fortzusetzen, um damit interessierten Menschen unserer Region eine breite Palette an naturheilkundlichen Informationen zu geben.

während der angeregten Diskussion

während der angeregten Diskussion

Meine Frau und ich danken allen 28 Referentinnen und Referenten aus unserer Runde für ihre Mithilfe und ihr Engagement im diesjährigen Seminarprogramm.

Dr. Burkhard Flechsig

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Ein Kommentar

  1. Gerd Seiß
    Erstellt am 10. August 2010 um 10:47 | Permanent-Link

    Ich bin Atemtherapeut. Atemtherapie ist eine grundlegende Basistherapie– eigentlich. Nur: weder im Kontext des „offiziellen“ noch des „alternativen“ (die Gänsefüßchen wegen dieser unglücklichen Trennung) Gesundheitswesens ist dies im Allgemeinen bewusst.

    Basistherapie heißt zweierlei: 1. dass sie grundlegend ist, was eine weite Verbreitung implizieren würde und 2., dass sich oft / meist erst zusammen mit anderen (spezifischeren) Therapieformen angewendet eine vollständig(er)e therapeutische Wirkung des einen wie des anderen entfalten lässt.

    Atemtherapie ist also (eigentlich) auf interdisziplinäres Zusammenwirken angewiesen, ebenso umgekehrt (eigentlich) viele andere Therapieformen auf das Zusammenwirken mit der Atemtherapie. Dass (viele) andere Therapieformen gerade dabei sind, den Atem zu entdecken, ihn zu beachten und in das eigene Konzept einzubauen, legt gerade davon Zeugnis ab und liegt insofern im Trend der Zeit.

    Dass Atemtherapie im eigentlichen Sinne in allen ihren vielfältigen Formen jedoch erst da beginnt, wo „dem Atem“ eine eigenständige Kraft des Veränderns, Lösens und Heilens zugesprochen wird, im Atem also sowohl (ein wesentlicher) Träger als auch (ein wesentliches) Instrument des Selbstkonzeptes gesehen wird, sei an dieser Stelle nur am Rande erwähnt. Es geht also immer um weit mehr als beispielsweise um funktionelle Atemgymnastik, Atembeobachtung oder „Atemkontrolle“.

    Als Atemtherapeut jedenfalls mit der aus dem Allgemeinbewusstsein verdrängten und auf jeweils verstreute „Inseln“ verbannten Atemtherapie im Gepäck treffe ich nun auf ars medendi.
    Welch glücklicher Umstand! Eine Plattform für Betroffene und Therapeuten der verschiedensten therapeutischen Richtungen für Information und Austausch. Das gemeinsame Ziel: der aufgeklärte, sich seiner Selbst-Verantwortung bewusst werdende Klient / Patient auf der einen Seite, der über den eigenen Tellerrand hinausblickende Therapeut auf der anderen.

    Die Synergie von ars medendi sei also lediglich nebenher dafür genutzt, um das eigene Konzept im gemeinsamen Kontext besser darzustellen und an den Mann oder die Frau bringen zu können. In aller erster Linie geht es m.E. um die Integration der vielen Wege, also auch des eigenen, der Entwicklung der Fähigkeit, zusammen zu wirken, (weniger nebeneinander), der Synthese mehr verpflichtet als der trennenden Differenzierung, ohne diese verleugnen zu wollen oder zu müssen.
    So kann ein Beitrag geleistet werden, dass aus festgefügten / festgefahrenen Strukturen auf geordnete(re) Weise die Veränderungs-Prozesse werden, die der heutigen Zeit entsprechen.

    Denn (eigentlich): “Niemand kann in seiner Tradition wachsen, ohne sich gleichzeitig für die anderen Traditionen zu öffnen. Wir spüren, daß tief in der Erde die Wurzeln sich umschlingen.” (David Steindl-Rast, zitiert in: Scherer 1992, S. 12)

    Was ich im Geist von ars medendi finde, ist genau das, was (wie es aussieht nicht nur?) die Atemtherapie, die in ihrem Kern so alt ist wie die Menschheit, für ihre heutige Entwicklung braucht wie die Luft zum Atmen:
    Salutogenetisches Verbinden dessen, was getrennt war / wurde und was nun auf entwickelterer Ebene wieder zusammen finden kann und muss, ganz im Sinne der „altbewährten Traditionen“ der „naturheilkundlichen Denk- und Behandlungsweisen“, wie es im Begrüßungstext von ars medendi heißt.

    Deshalb bin ich gern hier. Deshalb trage ich gern zum Gelingen von ars medendi bei. Meine Achtung und herzlicher Dank an Ellen und Burkhard Flechsig.

    Gerd Seiß

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